Verkabelungstechnik auf Booten

Was muss man wissen?

-Bei der Auswahl des Kabelquerschnitts ( Berechnung des Kabelquerschnitts in Exel) muss die Länge von Verteilerpunkt zum Gerät verdoppelt werden, weil der Strom ja Hin und Rückweg von Plus nach Minus durchläuft und man sollte 25% als Zuschlag nehmen. Beispiel: Plus Verteiler zu Gerät gleich 2 m ---gesamte Länge 2x2 =4 mtr. Plus 1 mtr. = 5 mtr.

-Für den Kabelquerschnitt sollte die maximale Geräteleistung als Basis genommen werden. Z. B. ein 25 Watt UKW-Gerät verbraucht bei der Sendung 50W, obwohl nur 25 W ausgesendet wird (Der Wirkungsgrad eines Radiosenders beträgt eben nur 50%)

-aus der Leistung in Watt bekommt man durch einfache Rechnung den Strom in Ampere durch die Rechnung Watt geteilt durch 12V = Strom (A) Beispiel 50W/12V = 4,17 (A)

Grundsätzlich sollte man:
-Verbrauchergruppen zusammenfassen, z.B. Beleuchtung,Navigationsgeräte, die brauchen dann nur eine Sicherung, welche allerdings für den Gesamtverbrauch ausgelegt sein muss. Bei Gruppen, die vergleichsweise ähnlichen Stromverbrauch haben, z.B. Beleuchtung und Navi-Geräte ist selbst der Gesamtstromverbrauch nicht so hoch, dass man ein grosses Risiko eingeht wenn man die gesamte Gruppe mit einer Sicherung (<= 10 A) absichert.
-bei der Kabel-Qualität verzinnte Kabel nehmen, sie korrodieren nicht und in den Anschlussklemmen entstehen keine Übergangswiderstände und damit Energieverlust
-Kabelenden verzinnen wegen Korrosion
-Verteilerknotenpunkte schaffen
-die grossen Stromverbraucher, wie Pumpen, Kühlschrank, Ankerwinsch Funk (sender) müssen einzeln abgesichert werden.